Vokabeltrainer im Test
Um heutzutage einen ansprechenden Job zu bekommen, ist es meist erforderlich, eine oder mehrere Fremdsprachen zu erlernen. Es gibt zwar einige Übersetzungsprogramme für den Computer, doch die sind häufig noch lange nicht ausgereift. Daher hilft es nichts – man muss immer wieder Vokabeln lernen. Doch dabei kann uns der Computer wiederum helfen. In diesem Artikel stelle ich Ihnen drei Programme vor, mit denen Sie Vokabeln lernen können.
VTrain Vokabeltrainer
Viele Schüler versuchen sich in der Schulzeit ihre Vokablen mit Hilfe des Karteikartensystems einzuprägen. Die Entwickler des “VTrain Vokabeltrainers” haben dieses System auf den Computer portiert, denn sie denken, dass das manuelle Verfahren viel zu ineffektiv sei und man sich die Vokablen mit gezielten Wiederholungen viel schneller merken könne. Deshalb haben sie eine Wiederholungsplanung eingebaut, die es ermöglicht, je nach Anordnung der Vokabeln in den verschiedenen Kästen, einzelne Wörter in unterschiedlichen Abständen zu wiederholen.
Auch die Abfrage ist sehr geschickt gelöst. Denn neben der normalen Textabfrage können die Vokabeln durch Bilder und Töne verdeutlicht werden, um sich besser in Ihre Erinnerung einprägen zu können. Ebenso werden bei der Überprüfung der Antwort nur die falsch geschriebenen Teile eines Wortes markiert, damit Fehler besser lokalisierbar sind.
Natürlich können Sie bei “VTrain” auch eigene Vokabel-Lektionen eintragen und sogar im lokalen Netzwerk verfügbar machen. Wenn Sie also Lehrer sind, können Sie so Ihren Schülern ganz einfach die jeweilige Lektion freigeben. Dieses System wird übrigens schon erfolgreich an über fünfzig Universitäten eingesetzt.
Der “VTrain Vokabeltrainer” kostet für private Nutzer 19 Euro. Übrigens gibt es auf der Herstellerseite einige Sprachpakete zum kostenlosen Download.
Vokabeltrainer für Windows
Mit der Freeware “Vokabeltrainer für Windows” können Sie einfach und effektiv Vokabeln lernen. Durch die übersichtliche Programmoberfläche ist die Eingewöhnungszeit an das Programm recht kurz und Sie können sich schnell auf das Wesentliche – die Vokabeln – konzentrieren.
Im Installationsumfang ist eine Datenbank mit niederländischen Vokabeln enthalten. Allerdings können Sie auch Ihre eigenen Wörter eingeben, beispielsweise wenn Sie die Sprache eigentlich zusammen mit einem Buch erlernen und sich nur das Vokabel Lernen erleichtern möchten. Dazu müssen Sie zuerst eine neue Sprache und danach einzelne Lektionen im Programm anlegen. Anschließend können Sie die jeweiligen Wortpaare eingeben.
Um die Vokabeln zu üben, gibt das Programm das deutsche Wort vor und Sie müssen aus drei Begriffen in der Fremdsprache die richtige Bedeutung auswählen. Bei der Vokabelabfrage, bei der Sie die Übersetzung selbst eingeben müssen, können Sie auf drei verschiedene Methoden zurückgreifen. Entweder werden Sie Wörter aus einer von Ihnen bestimmten Lektion abgefragt oder das Programm wählt zufällig eine Lektion aus. Die dritte Möglichkeit ist Vokabel-Memory. Unter sechzehn Spielkarten sind jeweils acht Vokabel-Kombinationen versteckt, die Sie aufdecken müssen. Dabei treten Sie gegen den Computer an, der kein leichter Gegner ist.
Übrigens ist Schummeln am Computer unmöglich, denn auch kleine Fehler in der Schreibweise werden sofort vom “Vokabeltrainer” reklamiert. Die falschen Wörter können Sie im “Fehlerkasten” noch mal wiederholen – solange, bis Sie alles sitzt. Auch Stresssituationen wie ein Vokabeltest in der Schule können durch Zeitlimits simuliert werden.
StudyProf Lernkartei
Ähnlich wie “VTrain” basiert die “StudyProf Lernkartei” ebenfalls auf dem Karteikartensystem. Die zweisprachige Software (deutsch und englisch) beinhaltet neben dem normalen Lernsystem auch eine Aufgabenverwaltung, mit der Sie die anstehende Arbeit gut organisieren können. So werden Sie an das anstehende Lernpensum erinnert, bis Sie es bewältigt haben.
Allerdings unterscheidet sich die “StudyProf Lernkartei” im Gegensatz zu den anderen beiden Programmen, denn es ist eigentlich kein richtiger Vokabeltrainer, der die Vokabeln abfrägt, sondern ist vielmehr nur ein Lernprogramm. Dadurch, dass die “Karteikarten” frei beschreibbar sind, können Sie damit natürlich auch ganz anderes Wissen lernen, beispielsweise Fachbegriffe für das Studium oder andere Prüfungen. Neben dem Text, den Sie mit dem in der “StudyProf Lernkartei” integrierten Editor eingeben, können Sie zusätzlich Bilder, Microsoft Word- und Excel-Dokumente sowie beliebige andere Dateien einfügen.
Nachdem Sie sich eine Karte angesehen haben, merkt sich “StudyProf” den Zeitpunkt und erinnert Sie nach einiger Zeit daran, sich noch mal diese Karte anzusehen, damit sich der Stoff besser bei Ihnen einprägt. Wenn Sie wissen möchten, wie viele Karten Sie schon gelernt haben, können Sie dies anhand graphischer Statistiken nachvollziehen.
Die “StudyProf Lernkartei” können Sie bei Download Tipp herunterladen. Wenn Sie das Programm nach der Testzeit, die 14 Tage bzw. 21 Arbeitsstunden beträgt, weiterhin nutzen möchten, müssen Sie es für knapp 30 Euro beim Entwickler registrieren.
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