Screenshot-Tools – Teil 1
In den folgenden Beiträgen möchte ich Ihnen einige Programme vorstellen, mit denen sich das Erstellen von Screenshots einfacher und unkomplizierter gestalten soll. Dabei werde ich auf diverse Produkte eingehen; vom Minitool bis zum Screenshot-Monster.
adf-soft’s Screenshot
Das erste Programm, das ich Ihnen vorstellen möchte ist “adf-soft’s Screenshot“. Trotz (oder gerade wegen?) des zugegebenermaßen nicht sehr einfallsreichen Namens ist es derzeit das am meisten heruntergeladene Programm in dieser Kategorie bei Download Tipp.
Wenn Sie ein Bildschirmfoto erstellen möchten, können Sie das ganz einfach über die normale “Druck”- oder “Printscreen”-Taste erledigen. Zusätzlich bietet Ihnen das Programm aber auch an, über eine vorgegebene Tastenkombination den Screenshot zu generieren.
Nachdem der Screenshot gemacht wurde, öffnet sich das Programm und Sie haben ein paar Möglichkeiten, das Bild nachzubearbeiten. So können Sie es auf einen kleineren Ausschnitt zuschneiden, die Farben invertieren, das Bild spiegeln sowie Helligkeit und Kontrast verändern.
Grundsätzlich muss man aber leider sagen, dass es sonst nur sehr wenige Möglichkeiten gibt, das Programm einzustellen. So lassen sich Bilder nur im Speicherplatz fressenden BMP-Format abspeichern und auch der Speicherort ist nicht frei festlegbar, sprich die Bilder werden im Programmordner abgelegt. Sie müssen sich also nach jedem Screenshot durch Ihre Festplatte klicken um das Bild aufzurufen, was sehr zeitaufwendig und unpraktisch ist.
Im Gegenteil dazu bietet “adf-soft’s Screenshot” eine sehr nützliche Funktion an, indem es Ihnen ermöglicht, die Screenshots direkt auszudrucken. In Zeiten von Email und Instant Messaging zwar vielleicht nicht mehr notwendig, aber oft genug müssen die Bilder ja auch mal ausgedruckt werden.
Letztendlich ist die Software zwar geeignet um Screenshots zu erstellen, aber meiner Ansicht nach nicht wirklich ausgereift, da sie weder ein Minitool noch ein “Sceenshot-Monster” darstellt. Sie können allerdings auch nicht allzu große Ansprüche an “adf-soft’s Screenshot” stellen, da der Hersteller immerhin bereit ist, sein Produkt als Freeware kostenlos zu verteilen.
BrowserCap
Der zweite Kandidat ist “BrowserCap“. “BrowserCap” ist kein klassisches Programm um Screenshots zu erstellen, da sich die Entwickler nur auf Screenshots von Websites beschränkt haben. Wenn Sie nämlich ein Bildschirmfoto von einer Internetseite machen wollen, können Sie im Normalfall immer nur den gerade sichtbaren Bereich abbilden. “BrowserCap” fotografiert jedoch automatisch die gesamte Seite.
Dies geht zum einen über die Anwendung selbst, für die Sie den “Internet Explorer” und “Java Runtime Environment” zusätzlich benötigen. Der IE wird bekanntlich automatisch mit Windows mitinstalliert, das “Java Runtime Environment” müssen Sie sich separat herunterladen (der Link zum Download erscheint nach dem ersten Programmstart). Wenn Sie schon über beide Komponenten verfügen, öffnet sich ein eigenes Browserfenster in “BrowserCap”, indem Sie dann die gewünschte Internetadresse direkt eingeben können und anschließend fotografieren können.
Die andere Möglichkeit ist das mitgelieferte Firefox-Addon, mit dessen Hilfe der Screenshot direkt aus Firefox erstellt werden kann. Das entstandene Bild kann dann in den gängigen Bildformaten (JPG, PNG, GIF, usw.) oder direkt als PDF-Datei abgespeichert werden. Auch der direkte Ausdruck ist möglich, wobei der Hersteller verspricht, dass die Seite dort genauso wiedergegeben werden soll, wie sie auch im Internet Explorer angezeigt wird.
Im Programm kann man auswählen, ob der Programmtext in Englisch oder Deutsch angezeigt werden soll. Leider funktionierte die Auswahl im Test nicht, sodass im Endeffekt doch nur Englisch verfügbar war.
“BrowserCap” kostet 39,90 Euro, kann aber vorher in einer Demo-Version getestet werden. Dabei werden allerdings Hinweise auf die unregistrierte Ausführung eingefügt.
HandySnap
Das nächste Programm, das ich Ihnen vorstellen möchte, nennt sich “HandySnap“. Bis jetzt ist es mein absoluter Favorit in der Kategorie unkomplizierte Programme, die dem Anwender dennoch ein wenig Freiheit über die Einstellungen geben.
So können Sie beispielsweise angeben, ob die Screenshots nur in die Zwischenablage kopiert oder direkt abgespeichert werden sollen. Das automatische Speichern können Sie zusätzlich mit Parametern zu Speicherort, Schema des Dateinamens und Dateiformat versehen.
Die Erstellung des Bildschirmfotos selbst ist dann über verschiedene Variationen möglich: In dem kleinen Programmfenster haben Sie die Auswahl, ob Sie nur einen Bereich, das Fenster oder den ganzen Bildschirm abbilden möchten. Das gleiche geht auch über die Tastenkombinationen, die Sie ebenfalls in den Programmmeinstellungen festlegen können. Und um die Arbeit noch weiter zu beschleunigen, können Sie einfach die letzte Aktion wiederholen lassen.
Danach öffnet sich der Screenshot im Programm und Sie können ihn mit Symbolen, Linien, Pfeilen oder Text beleben. Anschließend lässt er sich per Email versenden, abspeichern oder in die Zwischenablage kopieren. Auch an anderen Bildern können Sie diese Verschönerungsmaßnahmen durchführen.
Bei der Registrierung von “HandySnap” werden 30 US-Dollar für die aktuelle Version 1.4 verlangt.
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