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Operation Center 9 – Teil 2: Umfangreiche Spielekiste

16. April 2008

Wie schon im vorhergehenden Beitrag erwähnt, ist das “Operation Center” ein Multitalent mit einem schier unendlichen Funktionsspektrum. Es bietet viele Funktionen, für die Sie unter Windows normalerweise ebenso viele Programme installieren müssten. Manche Bestandteile sind auch schon in Windows integriert, doch das jeweilige Pendant von “Operation Center” bietet meist deutlich mehr.

operation-center-1Zu Beginn ist das wohl einfachste, aber ebenso genialste Feature zu nennen. Die Funktion mit dem Namen “Wo finde ich…” hilft Ihnen, sich im Gewirr der vielen Programmteile zurecht zu finden. Sie müssen einfach den Namen der gewünschten Funktion eingeben, schon werden die passenden Anwendungen ausgegeben. Im Beispiel habe ich also “Websites” eingegeben und erhalte die Möglichkeit, das enthaltene FTP-Programm starten oder Websites zu durchsuchen bzw. herunterzuladen (auf beide Funktionen gehe ich unten noch mal ein).

operation-center-2 Der Editor von “Operation Center” bietet Ihnen deutlich mehr Funktionen als die mickrige Windows-Anwendung. Sie können nicht nur einfach einen Text schreiben, sondern auch einzelne Elemente formatieren und Bilder einfügen. Es stehen Ihnen verschiedene Dateiformate zur Verfügung, in denen Sie Ihre Dateien speichern können. Das Angebot reicht von “*.doc”, in dem auch Microsoft Word standardmäßig speichert, bis hin zu “.*php”, das für die Erstellung von Webseiten verwendet wird. Vor allem für Benutzer von Tablet-PCs und Grafiktabletts dürfte das Einfügen von Zeichnungen und Handschrift interessant sein. Damit müssen Sie nicht mehr für eine kleine Zeichnung Paint starten, sondern können dies direkt im Editor erledigen.

Gespannt war ich auf das Herunterladen von Webseiten. Vielleicht habe ich die Funktionen aber etwas überschätzt, war ich doch davon ausgegangen, dass man damit quasi einen Webserver spiegeln könnte, solange ein Link zu einer Datei besteht. Letztendlich werden jedoch nur die Dateien heruntergeladen, die für den Aufbau der Seite im Offline-Modus nötig sind. Die Download-Funktion scheint deshalb heutzutage nur ein Überbleibsel aus Zeiten zu sein, in denen man von Flatrates und der Möglichkeit von fast überall auf das Internet zugreifen zu können, nur träumen konnte.

operation-center-3 Vom FTP-Client bin ich allerdings ein wenig enttäuscht, denn er bietet keinerlei Mehrwert. Damit er sich perfekt in “Operation Center” eingliedert, hätte ich erwartet, dass er eine der beiden Dateilisten ersetzt und der Dateitransfer so bequem möglich ist. Doch stattdessen öffnet sich ein neues Fenster, das den Zugriff auf den restlichen Teil von “Operation Center” verwehrt und Sie können parallel keine weiteren Arbeiten, z.B. mit dem Editor, verrichten. In diesem Fall lohnt es sich also doch, ein externes FTP-Programm zu installieren.

Generell finde ich es etwas schade, dass die Ansicht der Ordner und Dateien auf die, eher von Windows 3.1 bekannte Ansicht, beschränkt ist. Eine etwas modernere Ansicht wäre sicherlich erfrischend. Dafür können Sie mit “Operation Center” auch prima Strom sparen, in dem Sie den Monitor per Mausklick in den Standby-Modus schicken.

Mein Fazit zu “Operation Center 9″

Operation Center” bietet in der Tat einige große Auswahl an Programmen an. Alle konnten wir leider nicht aufgreifen, das hätte wohl den Rahmen gesprengt. Im Großen und Ganzen funktioniert auch alles prima; aber vielleicht hätte der Hersteller ein bisschen mehr auf Qualität als auf Quantität setzen sollen. Dennoch eine tolle Programmsuite, für die es sich auch lohnt, ein paar Euro auszugeben.

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