Körperliche Abhängigkeit:



Viele Stoffe machen gerade dann süchtig machen, wenn sie unser Hormonsystem so durcheinanderbringen, daß der Körper das nicht mehr ausgleichen kann. Das heißt, ein seelisch gesunder Mensch kann süchtig werden, weil er ein Mittel, das er nicht verträgt, zu lange eingenommen hat oder einnehmen mußte und deshalb die Hormone die unsere Gefühle regeln durcheinandergeraten sind. (Häufig bei Medikamenten und Nahrungsmitteln) Eventuell kann ein Stoff wegen lebensgefährlicher körperlicher Entzugserscheinungen nur allmählich abgesetzt werden. Oft ist eine Befriedigung des hinter der Sucht stehenden Bedürfnisses oft erst geraume Zeit nach dem Entzug möglich, da sich das Hormonsystem erst wieder normalisieren muß.



Psychische Abhängigkeit:

Die psychische Abhängigkeit äußert sich vor allem darin, dass in bestimmten Situationen gut oder auch schwer auf das Rauchen verzichtet werden kann. Für den einen kann das die gemütliche Zigarette nach den Essen sein,
für den anderen die Belohnungs-Zigarette nach einem harten Arbeitstag.
Die Zigarette hat für Raucherinnen und Raucher unterschiedliche soziale oder psychologische Funktionen. So kann sie Anlass für eine Pause sein. Sie dient als Vorwand, miteinander ins Gespräch zu kommen oder als Hilfe, die eigene Unsicherheit zu überspielen.